Sinne des Hundes - ein Vergleich mit dem Menschen
4. Geschmackssinn
Im Gegensatz zum Geruchssinn ist der Geschmackssinn des Hundes weniger ausgeprägt. Hunde besitzen etwa 1700 Geschmacksknospen, während der Mensch mit rund 9000 deutlich differenzierter schmeckt. Dennoch sind Hunde in der Lage, die vier Grundgeschmacksrichtungen süss, sauer, salzig und bitter zu unterscheiden. Sie zeigen eine klare Vorliebe für süsse Geschmäcker – vermutlich ein Überbleibsel aus der Zeit, in der reifes Obst als Energiequelle diente. Bittere und saure Aromen werden meist abgelehnt, da sie in der Natur oft mit Verdorbenem oder Giftigem in Verbindung stehen. Auf Salziges reagieren Hunde weniger stark als Menschen. Da Hunde ihre Nahrung meist eher schlingen als kauen, spielt der Geschmackssinn beim Fressen eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist der Geruch – schmeckt etwas gut, wird es gefressen. Trotzdem ist der Geschmack relevant, wenn es z. B. um Medikamenteneinnahme oder Futterakzeptanz geht.