2. Sehsinn

 

 

Obwohl Hunde im Vergleich zu Menschen als weniger farbenfroh sehen, ist ihr Sehsinn hervorragend an ihre Bedürfnisse angepasst. Hunde sind grün-rot-blind, was bedeutet, dass sie Farben in diesem Spektrum nicht unterscheiden können. Dafür erkennen sie Blautöne und Gelbtöne recht gut. Besonders stark ist ihre Fähigkeit, Bewegungen zu erkennen – ein Vorteil für die Jagd oder das Beobachten der Umgebung. Stillstehende Objekte hingegen werden häufig übersehen. Auch das Sichtfeld ist grösser als beim Menschen: Mit etwa 240° können Hunde fast rundum sehen, während der Mensch nur etwa 200° abdeckt. Diese Erweiterung ist hilfreich, um potenzielle Gefahren oder Beute frühzeitig zu entdecken. Hunde sehen vor allem bei Dämmerung besser als Menschen, da ihre Netzhaut mehr lichtempfindliche Zellen enthält. Die Sehschärfe ist dafür geringer. Zusammengefasst ist das Sehvermögen des Hundes eher auf Bewegung, Kontrast und Dunkelheit optimiert als auf Farb- und Detailwahrnehmung.