Sinne des Hundes - ein Vergleich mit dem Menschen
3. Geruchssinn
Der Geruchssinn ist der mit Abstand am besten entwickelte Sinn des Hundes. Während der Mensch etwa 5 Millionen Riechzellen besitzt, hat ein Dackel rund 125 Millionen – und ein Schäferhund sogar etwa 220 Millionen. Dadurch können Hunde Gerüche in feinsten Nuancen wahrnehmen. Zusätzlich riechen sie "stereoskopisch", also mit jedem Nasenloch leicht unterschiedlich. So können sie die Richtung eines Geruchs sehr präzise orten – ähnlich wie wir mit den Ohren Geräusche lokalisieren. Im Gehirn nimmt das Riechzentrum beim Hund etwa 10 % der Gesamtmasse ein, beim Menschen nur rund 1 %. Hunde können nicht nur verschiedene Gerüche unterscheiden, sondern auch zeitlich auseinanderhalten, ob ein Geruch alt oder frisch ist. Diese Fähigkeit macht sie zu perfekten Spürnasen – ob bei der Suche nach Drogen, vermissten Personen oder Krankheiten. Für Hunde ist die Welt ein Duftbild – sie „lesen“ ihre Umgebung hauptsächlich über die Nase.
