Allgemeine Lerntheorie

  • Die Hundehaltenden können beschreiben, wie sie ein optimales Lernumfeld gestalten:
    • entspanntes, soziales Umfeld,
    • dosierte, dem Lernschritt angepasste Ablenkung.

Soziales Lernen

  • Die Hundehaltenden verstehen, dass Hunde durch Beobachtung und Nachahmung von Sozialpartnern lernen können. Die Hundehaltenden können dieses Wissen in ihrem Alltag bewusst einsetzen, insbesondere bei Entspannungsarbeit oder beim Verhindern von Nachahmung unerwünschter Verhaltensweisen.

Konditionierung und operante Konditionierung

  • Die Hundehaltenden erkennen, dass bei der KK Reize mit Emotionen verknüpft werden und diese so eine Bedeutung für den Hund bekommen. Sie können dafür Beispiele nennen.
  • Die Hundehaltenden verstehen, dass der Hund im Alltag (eben der KK) mit allen vier Quadranten des lerntheoretischen Modells konfrontiert wird und kennen Beispiele dazu, wie: 
    • der Hund nähert sich neugierig Schafen und erhält am Zaun einen elektrischen Schlag (etwas Unangenehmes kommt hinzu),
    • angeleint zu werden, um nicht weiterschnüffeln zu können (etwas Angenehmes hört auf),
    • Distanzvergrösserung zu einem ängstigenden Objekt (etwas Unangenehmes geht weg),
    • Blickkontakt mit Hundeführer aufnehmen, «du erhältst eine Belohnung» (etwas Angenehmes kommt hinzu).

Verstärkung von erwünschtem Verhalten - rund um Belohnung

  • Die Hundehaltenden wissen, wie sie Situationen gestalten können, damit der Hund erwünschtes Verhalten zeigt und wie Verhalten mit passender Belohnung verstärkt werden kann.
  • Die Hundehaltenden kennen verschiedene Möglichkeiten der Verstärkung:
  • bedürfnisbefriedigendes Verhalten,
    • Futter,
    • soziale Anerkennung (verbal, taktil),
    • lustvolles Verhalten (Spiel, Bewegung).
  • Die Hundehaltenden erkennen spontan auftretendes erwünschtes Verhalten und können dieses verstärken. Sie können Beispiele aus dem Alltag nennen:
    • ruhiges Abwarten / ruhiges Beobachten,
    • gehen an lockerer Leine,
    • ignorieren von bewegten Reizen / bewegten Reizen nicht nachlaufen,
    • freiwillige Umorientierung.
  • Die Hundehaltenden kennen den Unterschied zwischen verstärken (belohnen) und locken.
  • Die Hundehaltenden kennen Managementmassnahmen, um den Hund so zu unterstützen, dass unerwünschtes Verhalten nicht gezeigt werden kann. Sie können Beispiele nennen.

Hemmungen - rund um Bestrafung

  • Die Hundehaltenden kennen die Folgen (wie Stress, Verunsicherung, Aggression), die durch Zufügen von Unangenehmen respektive das Vorenthalten von Angenehmen beim Hund ausgelöst werden können.
  • Die Hundehaltenden wissen, warum die körperliche Zurechtweisung wie auf den Rückenlegen, am Nackenfell schütteln oder ins Ohr beissen keine adäquate Bestrafung und deshalb grundsätzlich nicht anzuwenden ist.
  • Die Hundehaltenden verstehen, dass das Ignorieren von unerwünschtem Verhalten nur dann zum Erfolg führt, wenn nicht andere Verstärker das Verhalten aufrechterhalten. Sie kennen Beispiele dazu:
    • bellen am Gartenzaun bei Passanten (etwas Unangenehmes geht durch das Bellen weg und bellen tut gut),
    • Aggression an der Leine, der andere Hund entfernt sich (etwas Unangenehme geht durch Aggression weg),
    • Unrat fressen (etwas Leckeres kommt dazu).
Zuletzt geändert: Freitag, 22. August 2025, 09:23