🎯 Ziele dieser Einheit
Abschlussbedingungen
🎯 Ziele dieser Einheit
Sinne des Hundes
- Die Hundehaltenden können die verschiedenen Sinne des Hundes benennen, wie unterschiedlich diese im Vergleich zum Menschen ausgeprägt sind, insbesondere die um ein Vielfaches bessere Riechfähigkeit und die verstärkte Wahrnehmung von bewegten Reizen.
Bedürfnisse
- Den Hundehaltenden sind die Grundbedürfnisse ihres Hundes bekannt:
- ausreichende Versorgung mit geeignetem Futter und Wasser, Pflege und gesundheitliche Vorsorge,
- dem Alter und der Gesundheit angemessene Bewegung und Beschäftigung,
- regelmässige, dem Alter angepasste Ruhephasen,
- Selbstbestimmung in verantwortbarem Rahmen.
- Die Hundehaltenden verstehen, wie sie ihrem Hund im Alltag ein zuverlässiger Sozialpartner sein können:
- zwischen- und innerartlicher sozialer Anschluss, Zuwendung und Spiel,
- achtsamer, respektvoller Umgang mit dem Ziel der Vertrauensbildung,
- freundliche Konsequenz beim Setzen von Grenzen und Durchsetzen von Regeln,
- verlässlicher Sicherheitsgarant,
- umsichtige, souveräne Führung in Problemsituationen (Distanz- und räumliche Selbstkontrolle).
- Die Hundehaltenden sind in der Lage, ihrem Hund in sinnvollem Mass Stimulation und mentale Beschäftigung anzubieten.
Der Hund als soziales Lebewesen
- Bei Fragen zu Kastration und Verhaltensauffälligkeiten des Hundes kennen Hundehaltende Fachpersonen in ihrem Umfeld wie Verhaltenstierärzte, Tierärztinnen, Verhaltensberater, Hundetrainerinnen.
- Die Hundehaltenden verstehen, dass es wichtig ist, ihrem Hund durch dosiertes Kennenlernen die Möglichkeit zu geben, andere Lebewesen (z.B. verschiedene Hundetypen, unterschiedliche Menschen, andere Tiere) positiv zu bewerten und sich in der Kommunikation zu üben.
- Die Hundehaltenden verstehen, dass mangelhafte oder ungeeignete Sozialisierung und / oder Umweltprägung zu Verhaltensproblemen führen können.
- Die Hundehaltenden wissen um Unterschiede im Ausdrucksverhalten (Körperbau und Verhaltensweisen) verschiedener Rassen / Hundetypen und um mögliche Missverständnisse in der Hund-Hund-Kommunikation.
- Die Hundehaltenden kennen die wichtigsten körperlichen Merkmale für optisches Ausdrucksverhalten:
- Kopf: Ohrenhaltung, Mundwinkel, Nasenrücken, Augen.
- Körper: Körperspannung, Rutenstellung, Körperschwerpunkt, Fellveränderungen, Körperachse in Relation zum Gegenüber.
- Die Hundehaltenden verstehen den Begriff «Beschwichtigungssignale» und kennen Beispiele für Situationen, in denen der Hund diese zeigt. Sie erkennen einige anhand von Bildern.
- Die Hundehaltenden verstehen die vier Konfliktlösungsstrategien «4 F», nach denen Hunde in bedrohlichen Situationen reagieren:
- Flight (flüchten),
- Fiddle about (herumalbern),
- Freeze (einfrieren),
- Fight (kämpfen).
- Die Hundehaltenden wissen, dass die Reaktion unter anderem von der Situation, von der Genetik und Epigenetik, von der körperlichen Verfassung des Hundes und der Lernerfahrung des Individuums abhängig ist.
- Die Hundehaltenden können die «4 F» anhand von Beispielen erkennen, mit dem Ziel Fehlinterpretationen zu vermeiden.
- Die Hundehaltenden kennen die Eskalationsleiter.
- Die Hundehaltenden verstehen, dass Hunde in Situationen, die sie als bedrohlich empfinden, zuerst mit «kleinen» Signalen ihr Empfinden und ihren Wunsch auf Distanzvergrösserung anzeigen.
- Die Hundehaltenden erkennen, dass, wenn diese «kleinen» Signale den Hund nicht zum Ziel führen (weil sie nicht wahrgenommen, ignoriert oder bestraft werden), er zur nächsthöheren Stufe mit immer «grösseren» Signalen übergeht (Reizschwelle).
- Die Hundehaltenden können die «kleinen» Signale des Hundes erkennen und wissen, angemessen darauf zu reagieren.
Zuletzt geändert: Freitag, 22. August 2025, 09:23
